WhatsApp heute: Benutzernamen können jetzt reserviert werden

WhatsApp startet die weltweite Reservierung von Benutzernamen. Die neue Funktion soll Handynummern bei neuen Kontakten besser schützen.

WhatsApp-Benutzernamen jetzt reservieren: Das ändert sich
Letzte AktualisierungJun 30, 2026, 1:31:13 PM
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WhatsApp heute: Benutzernamen können jetzt reserviert werden

Für viele Menschen in Deutschland ist WhatsApp der wichtigste Alltagskanal – in Familiengruppen, im Verein, bei Kleinanzeigen oder im Job. Genau dort war die eigene Handynummer bislang schnell sichtbar, auch gegenüber Personen, die man kaum kennt. WhatsApp startet nun weltweit die Reservierung individueller Benutzernamen; die eigentliche Nutzung soll im Laufe des Jahres schrittweise freigeschaltet werden. Für die Anmeldung bleibt die Handynummer weiter nötig, sie muss bei neuen Kontakten aber künftig nicht mehr automatisch offengelegt werden.

WhatsApp auf einem Smartphone
WhatsApp bereitet die Kommunikation über Benutzernamen vor — Spiegel

Kontext und Hintergrund

Bislang hängt WhatsApp eng an der Telefonnummer. Wer einem Gruppenchat beitritt, erstmals mit einem neuen Kontakt schreibt oder über die App angerufen wird, gibt damit meist auch eine private Kennung preis, die oft mit Bankkonten, beruflichen Kontakten und anderen Online-Diensten verbunden ist.

Mit den neuen Benutzernamen ändert WhatsApp ein Grundprinzip seines Messengers. Die Reservierungsphase wurde weltweit gleichzeitig geöffnet, weil das Unternehmen mit vielen Überschneidungen bei beliebten Namen rechnet. Bei mehr als drei Milliarden Nutzenden weltweit ist ein eindeutiger Name nicht nur Komfort, sondern auch ein knappes digitales Gut.

Benutzername
Ein eindeutiger Name, über den andere Personen künftig Kontakt aufnehmen können, ohne sofort die Handynummer zu sehen.
Benutzernamenschlüssel
Ein optionaler zusätzlicher Code, den Fremde kennen müssen, bevor sie die erste Nachricht an einen Benutzernamen senden können.
Meta-Kontoübersicht
Eine Verknüpfung von Konten auf Meta-Plattformen, mit der etwa Facebook- oder Instagram-Namen für WhatsApp beansprucht werden können.

Datenschutz ist dabei der zentrale Grund für die Änderung. Alice Newton-Rex, Vizepräsidentin für Produktentwicklung bei WhatsApp, bezeichnete die Neuerung als das „nächste große Datenschutz-Upgrade“. Der Satz ist vor allem deshalb relevant, weil WhatsApp damit eine Schwäche adressiert, die Messenger wie Signal und Telegram schon länger anders gelöst haben.

Das ist passiert

Die Reservierung der Wunschnamen ist laut mehreren Berichten Ende Juni gestartet. Wer die Option bereits sieht, kann in WhatsApp über Einstellungen, Konto und Benutzername einen Namen festlegen. Einige Nutzer bekommen außerdem einen Hinweis direkt im Chat-Reiter angezeigt.

Die Funktion selbst ist noch nicht vollständig aktiv. WhatsApp lässt die Namen zunächst reservieren, damit Nutzerinnen und Nutzer ihren gewünschten Namen sichern können, bevor der spätere Start in Wellen erfolgt. Der Bericht von heise online beschreibt, dass die eigentliche Funktion im Laufe des Jahres schrittweise freigeschaltet werden soll.

WhatsApp-App-Symbol auf einem Smartphone
Die neue Namensfunktion soll in Etappen freigeschaltet werden — heise online

Jeder Benutzername darf nur einmal existieren. Wer feststellt, dass der gewünschte Name vergeben ist, muss eine andere Variante wählen; in der App soll ein Namensgenerator bei Alternativen helfen. Namen können später geändert oder gelöscht werden.

Für die Wahl gelten konkrete Regeln: Der Name darf höchstens 35 Zeichen lang sein, muss mit einem Buchstaben beginnen, mindestens einen Buchstaben enthalten und darf Punkte sowie Unterstriche nutzen. Nicht erlaubt sind Namen, die mit „www.“ beginnen oder wie Internetadressen mit Endungen wie „.de“ oder „.com“ wirken.

Praktisch bedeutet das: WhatsApp aktualisieren, Einstellungen öffnen, Konto auswählen, Benutzername antippen und den gewünschten Namen speichern. Wer einen kurzen, leicht merkbaren Namen möchte, sollte nicht abwarten, denn beliebte Varianten können schnell vergeben sein.

Die Reaktion

WhatsApp stellt die Änderung als Schutz vor unnötiger Preisgabe privater Daten dar. In der Mitteilung heißt es laut Berliner Morgenpost: „Ab dieser Woche kannst du einen Benutzernamen reservieren, den du später im Jahr verwenden kannst, wenn wir diese Funktion einführen”. Der Satz macht klar: Reservieren ist jetzt möglich, die tatsächliche Nutzung folgt erst später.

Auch Unternehmen, Creator und Organisationen bekommen eine besondere Option. Sie können über die Verknüpfung mit einem Meta-Konto bereits etablierte Facebook- oder Instagram-Namen für WhatsApp beanspruchen. Für Marken und öffentliche Auftritte ist das wichtig, weil Wiedererkennung auf mehreren Plattformen Missverständnisse und Nachahmungen verringern kann.

Gleichzeitig baut WhatsApp Grenzen gegen Missbrauch ein. Es soll kein öffentliches Verzeichnis geben, keine durchsuchbare Liste und keine automatische Namensvervollständigung. Wer jemanden erstmals kontaktieren will, muss den exakten Benutzernamen kennen; mit aktiviertem Benutzernamenschlüssel reicht selbst dieser Name allein nicht aus.

Der größere Zusammenhang

Für Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland kann die Änderung besonders dort spürbar werden, wo WhatsApp mit Menschen genutzt wird, die nicht zum engen privaten Umfeld gehören: Nachbarschaftsgruppen, Elternchats, Vereine, Kleinanzeigenkontakte oder kurzfristige Projektgruppen. Die eigene Nummer bleibt in solchen Situationen eher kontrollierbar.

WhatsApp-Benutzernamen auf einem Smartphone
Benutzernamen sollen mehr Kontrolle über die Sichtbarkeit der Nummer geben — Berliner Morgenpost

Die Neuerung bringt WhatsApp näher an Funktionen heran, die andere Messenger bereits anbieten. Signal erlaubt seit Anfang 2024, die Telefonnummer hinter einem Benutzernamen zu verbergen; bei Telegram sind öffentliche Benutzernamen ebenfalls üblich. WhatsApp bleibt aber weniger anonym als Dienste, die schon bei der Registrierung keine Telefonnummer verlangen, denn für ein Konto ist die Nummer weiterhin Pflicht.

Das ist der entscheidende Unterschied: Die Telefonnummer verschwindet nicht aus dem System, sondern wird bei bestimmten Kontakten weniger sichtbar. Für Datenschutz im Alltag ist das trotzdem ein relevanter Schritt, weil die Nummer nicht mehr automatisch bei jedem Erstkontakt mitwandert.

Wie es weitergeht

Die Reservierung läuft bereits, die Freischaltung der eigentlichen Benutzernamen-Funktion soll später im Jahr folgen. Der Start erfolgt schrittweise, sodass manche Konten die Option früher sehen als andere.

Wer die Einstellung noch nicht findet, sollte laut den vorliegenden Berichten zunächst die App aktualisieren und in den kommenden Tagen erneut prüfen. Entscheidend ist: Ein reservierter Name ist noch kein sofort nutzbarer Kontaktweg, sondern eine Vorab-Sicherung für die spätere Einführung.

Häufige Fragen

Wie kann ich meinen WhatsApp-Benutzernamen reservieren?

Aktualisieren Sie WhatsApp auf die neueste Version und öffnen Sie Einstellungen, Konto und Benutzername. Wenn die Funktion für Ihr Konto freigeschaltet ist, können Sie dort einen verfügbaren Namen auswählen und speichern.

Kann ich WhatsApp künftig ohne Handynummer nutzen?

Nein. Für die Erstellung eines WhatsApp-Kontos bleibt die Handynummer weiterhin erforderlich. Der Unterschied ist, dass neue Kontakte Ihre Nummer künftig nicht automatisch sehen müssen, wenn die Kommunikation über den Benutzernamen läuft.

Wann kann ich den reservierten Benutzernamen wirklich verwenden?

Die Reservierung ist bereits gestartet, die vollständige Nutzung soll im Laufe des Jahres schrittweise freigeschaltet werden. WhatsApp startet die Namenssicherung vorab, damit Nutzerinnen und Nutzer ihren gewünschten Namen rechtzeitig reservieren können.

Welche Regeln gelten für WhatsApp-Benutzernamen?

Ein Name darf höchstens 35 Zeichen haben, muss mit einem Buchstaben beginnen und mindestens einen Buchstaben enthalten. Punkte und Unterstriche sind erlaubt, Internetadressen wie Namen mit „www.“ oder Endungen wie „.de“ und „.com“ sind nicht vorgesehen.

Schützt ein Benutzername vor Spam?

WhatsApp plant kein öffentliches Verzeichnis und keine automatische Suche nach Namen. Zusätzlich kann ein Benutzernamenschlüssel aktiviert werden, sodass Fremde neben dem exakten Namen auch einen weiteren Code brauchen, um erstmals zu schreiben.

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Verfasst von

Sandy Nageeb

Leitender Redakteur

Erfahrener Autor und Redakteur für die Bereiche Technologie, Wissenschaft und Gesundheit.

Dieser Artikel wurde mit KI-gestützten Redaktionstools erstellt und vor der Veröffentlichung nach den redaktionellen Standards von Trend Digest geprüft.

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