Nächste Hitzewelle rückt näher: Selbst 40 Grad sind möglich

Mehrere Wettermodelle zeigen für Deutschland eine neue Hitzewelle ab Ende Juli. Werte über 40 Grad sind möglich, aber noch unsicher. Trockene Böden könnten die Hitze zusätzlich verstärken.

Hitzewelle in Deutschland: Sind über 40 Grad möglich?
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Nächste Hitzewelle rückt näher: Warum selbst 40 Grad möglich sind

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2026, 09:48 Uhr

Deutschland steuert Ende Juli und Anfang August auf eine neue Hitzephase zu, nachdem mehrere Wettermodelle ab Dienstag oder Mittwoch deutlich steigende Temperaturen berechnen. Besonders im Westen und Südwesten könnten erneut extreme Werte erreicht werden, während einzelne Modellläufe sogar Temperaturen über 40 Grad anzeigen. Wie hoch die Spitzen tatsächlich ausfallen und wie lange die Hitze anhält, ist noch nicht geklärt. Gleichzeitig wächst mit der heißen und feuchten Luft auch das Risiko kräftiger Gewitter.

Wettermodell zur möglichen Hitzewelle über Deutschland
Wettermodelle berechnen für die kommende Hitzephase außergewöhnlich hohe Temperaturwerte — The Weather Channel

Warum die Hitze gerade so viel Aufmerksamkeit bekommt

Der unmittelbare Auslöser sind mehrere Modellberechnungen, die eine markante Erwärmung über Deutschland zeigen. Laut aktuellen Modellprognosen zur Hitzewelle liegt die berechnete Spanne möglicher Spitzenwerte bei 39 bis 43 Grad. Ein einzelnes Modell deutet sogar 42 Grad in Köln an.

Diese Extremwerte sind jedoch keine gesicherte Vorhersage. Die Modelle stimmen stärker darin überein, dass eine neue Hitzewelle kommt, als bei der Frage, wie heiß sie tatsächlich wird. Auch die mögliche Dauer schwankt deutlich: Berechnet werden derzeit etwa drei bis sieben Tage.

Hinzu kommt der Beginn der sogenannten Hundstage. Der Name geht laut WetterOnline auf den Hundsstern Sirius zurück, dessen Wiedererscheinen am Morgenhimmel früher mit der heißesten Zeit des Jahres verbunden wurde. Zunächst bleibt das Wetter wechselhafter: Zum Wochenende wird es sommerlich, am Sonntag können Schauer und einzelne Gewitter im Westen und Nordwesten vorübergehend Abkühlung bringen.

Was genau passiert ist

Nach der vergleichsweise kühleren Phase soll sich die Wetterlage zu Beginn der neuen Woche deutlich verändern. Bereits ab Montag werden laut einer Wetterkolumne 25 bis 30 Grad, viel Sonne und wenig Regen erwartet. Gegen Ende der folgenden Woche könnte sich dann eine Hitzekuppel aus Südwesteuropa Richtung Mitteleuropa verschieben.

Darstellung einer möglichen Hitzeglocke über Mitteleuropa
Eine mögliche Hitzeglocke könnte sehr warme Luft über Mitteleuropa festhalten — FOCUS online

Eine solche Hitzeglocke entsteht, wenn ein blockierendes Hochdruckgebiet warme Luftmassen nach unten drückt und den Luftaustausch sowie Regen hemmt. Entscheidend ist dabei die genaue Lage der Druckgebiete über dem Atlantik und Westeuropa. Verschiebt sich die Strömung günstig für den Transport heißer Luft, kann Wärme aus Südwesteuropa rasch nach Deutschland gelangen.

Im Westen und Südwesten werden für die kommende Phase 35 bis 38 Grad genannt, örtlich könnte die 40-Grad-Marke erreicht werden. Andere längerfristige Berechnungen sehen Anfang oder Mitte August erneut Werte um 40 Grad, etwa in Köln, während auch für Berlin und München Werte nahe dieser Marke genannt werden.

Was bislang bestätigt ist

Bestätigt ist vor allem der deutliche Erwärmungstrend. Mehrere Modelle zeigen heiße Luftmassen über Deutschland, während die extremsten Einzelwerte noch stark von Wind, Wolken und der genauen Position der Drucksysteme abhängen.

Ausgetrockneter Boden während einer heißen und trockenen Wetterphase
Trockene Böden können die Erwärmung verstärken, weil weniger Energie durch Verdunstung gebunden wird — Frankfurter Rundschau

Ein zusätzlicher Faktor sind die ausgetrockneten Böden. Ist wenig Bodenfeuchtigkeit vorhanden, fällt ein Teil der natürlichen Kühlung durch Verdunstung weg. Eine Wetterkolumne der Frankfurter Rundschau beschreibt, dass dadurch unter passenden Bedingungen drei, vier oder sogar fünf zusätzliche Grad möglich sein können.

Auch Südeuropa spielt eine wichtige Rolle als Quelle der heißen Luft. In Frankreich, Italien und Spanien wurden Temperaturen von über 40 Grad gemeldet. Auf Sardinien wurden laut t-online am Sonntag 47 Grad erreicht, während der europäische Rekord aus dem Jahr 2021 bei 48,8 Grad auf Sizilien liegt. Dreht die Strömung auf Süd oder Südwest, kann diese sehr warme Luft nach Deutschland transportiert werden.

Parallel steigt die Gewittergefahr. An den Grenzbereichen zwischen heißen, feuchten Luftmassen und Tiefdruckeinfluss können sich kräftige Gewitter entwickeln. Damit kann die Wetterlage regional zwischen extremer Hitze und heftigen Unwettern wechseln.

Warum das für Deutschland wichtig ist

Eine mehrtägige Hitzephase mit Temperaturen nahe oder über 40 Grad würde die Belastung deutlich erhöhen, besonders wenn warme Nächte kaum Erholung bringen. Als Tropennacht gilt laut den vorliegenden Quellen eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. Ein Wüstentag bezeichnet einen Tag mit mindestens 35 Grad.

Die Trockenheit verschärft die Lage zusätzlich: Weniger Feuchtigkeit im Boden bedeutet weniger Verdunstungskühlung. Dadurch kann dieselbe Luftmasse Ende Juli stärkere Hitze erzeugen als früher im Sommer. Gleichzeitig erhöht die Kombination aus Hitze und Gewittern die Spannweite möglicher Wettergefahren.

Auch der Vergleich mit früheren Sommern rückt in den Fokus. Der Sommer 2003 erreichte laut den vorliegenden Angaben eine Durchschnittstemperatur von 19,7 Grad und liegt seit Beginn der flächendeckenden Messungen 1881 an der Spitze. Für 2026 wird bereits über einen möglichen Spitzenplatz diskutiert, allerdings würde dafür ein außergewöhnlich warmer August benötigt; eine einzelne Hitzewelle allein reicht nach den genannten Berechnungen nicht aus.

Wie es weitergeht

Die kommenden Modellläufe müssen vor allem zwei Fragen klären: ob die extremsten Werte von mehr als 40 Grad bestehen bleiben und wie lange sich die heiße Luft über Deutschland halten kann. Für den Beginn der kommenden Woche zeichnet sich zunächst eine Erwärmung ab, ab Dienstag oder Mittwoch könnte die Hitze deutlich intensiver werden.

Zum Monatswechsel und Anfang August hängt viel von der Position der Hitzekuppel und der Tiefdruckgebiete westlich Europas ab. Schon kleine Verschiebungen können darüber entscheiden, ob Deutschland mehrere sehr heiße Tage erlebt oder ob Gewitter und kühlere Luft die Hitze schneller verdrängen.

Häufige Fragen zur kommenden Hitzewelle

Wann beginnt die nächste Hitzewelle in Deutschland?

Nach den vorliegenden Prognosen steigen die Temperaturen ab Beginn der neuen Woche. Ab Dienstag oder Mittwoch könnte die Hitze deutlich intensiver werden.

Werden wirklich 42 Grad in Köln erwartet?

Ein Wettermodell berechnet bis zu 42 Grad für Köln. Dieser Wert ist nicht gesichert; die derzeitigen Berechnungen zeigen eine breite Spanne von etwa 39 bis 43 Grad für mögliche regionale Spitzen.

Wie lange könnte die Hitzewelle dauern?

Die aktuellen Modellrechnungen reichen von etwa drei bis sieben Tagen. Die genaue Dauer hängt von der Entwicklung der Hoch- und Tiefdruckgebiete ab.

Warum können trockene Böden die Hitze verstärken?

Fehlt Wasser im Boden, wird weniger Sonnenenergie für Verdunstung verbraucht. Mehr Energie erwärmt direkt Boden und Luft, wodurch die Temperaturen zusätzlich steigen können.

Drohen neben der Hitze auch Gewitter?

Ja. Besonders an den Übergängen zwischen heißer, feuchter Luft und Tiefdruckeinfluss können kräftige Gewitter entstehen.

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Verfasst von

Sandy Nageeb

Leitender Redakteur

Erfahrener Autor und Redakteur für die Bereiche Technologie, Wissenschaft und Gesundheit.

Dieser Artikel wurde mit KI-gestützten Redaktionstools erstellt und vor der Veröffentlichung nach den redaktionellen Standards von Trend Digest geprüft.

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