Nach Produktionsstart in Navarra: Skoda Epiq rückt günstige Elektroautos näher

Skoda startet die Serienfertigung des Epiq in Spanien. Der kleine Elektro-SUV soll mit bis zu 440 Kilometern Reichweite und Einstiegspreis um 26.000 Euro neue Käufer erreichen.

Skoda Epiq startet Produktion in Spanien
Last UpdateJun 9, 2026, 4:53:36 PM
3 weeks ago
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Nach Produktionsstart in Navarra: Skoda Epiq rückt günstige Elektroautos näher

Skoda baut erstmals ein Modell in Spanien – und ausgerechnet den Epiq, das günstigste Elektroauto der Marke. Die Serienfertigung läuft im Volkswagen-Werk Navarra bei Pamplona, wo bislang vor allem Verbrenner wie VW Taigo und VW T-Cross vom Band kamen. Damit wird der kleine Elektro-SUV zum sichtbaren Testfall dafür, wie der Volkswagen-Konzern bezahlbare Stromer schneller und günstiger auf die Straße bringen will.

Skoda Epiq als kompaktes Elektro-SUV
Der Skoda Epiq soll das elektrische Einstiegssegment der Marke öffnen.

Was bisher bekannt ist

Die Serienfertigung des Skoda Epiq ist kurz nach dem Produktionsstart von VW ID. Polo und Cupra Raval in Martorell angelaufen. Der Epiq wird aber nicht nahe Barcelona gebaut, sondern in Navarra bei Pamplona. Für Skoda ist das ein Einschnitt: Es ist das erste Modell der Marke aus spanischer Produktion und nach dem aktuellen Superb erst das zweite europäische Modell außerhalb der tschechischen Werke.

Der Standort Navarra gehört seit 1984 zum Volkswagen-Konzern. Dort wurden den vorliegenden Angaben zufolge bereits mehr als zehn Millionen Fahrzeuge produziert. Knapp 5.000 Beschäftigte fertigen täglich mehr als 1.400 Autos. Bisher liefen dort Verbrenner vom Band; nun können Verbrenner und Elektroautos auf derselben Produktionslinie montiert werden.

Produktion des Skoda Epiq in Spanien
In Navarra soll Skoda Verbrenner- und Elektroproduktion flexibel verbinden.

Der Epiq gehört zur „Electric Urban Car Family“ des Volkswagen-Konzerns. Dazu zählen neben dem Skoda-Modell auch Cupra Raval, VW ID. Polo und VW ID. Cross. Raval und ID. Polo werden in Martorell gebaut, der ID. Cross soll ebenfalls in Navarra folgen. Damit konzentriert Volkswagen die elektrische Kleinwagenfamilie in Spanien.

Technisch basiert der Epiq auf der neuen MEB+-Plattform. Die Angaben zu Batterie und Leistung reichen von 38,5 kWh bis 55 kWh Bruttokapazität und von 85 kW bis 155 kW. Je nach Version werden 315 bis 440 Kilometer nach WLTP genannt. Der Einstiegspreis liegt laut den vorliegenden Informationen bei etwa 25.900 bis rund 26.000 Euro.

MEB+
Die weiterentwickelte Elektroplattform des Volkswagen-Konzerns, auf der der Epiq erstmals bei Skoda basiert.
WLTP
Ein Prüfverfahren zur Ermittlung der offiziellen Reichweite; beim Epiq werden je nach Version bis zu 440 Kilometer genannt.
LFP und NMC
Zwei Batteriechemien: Die kleinere Batterie nutzt Lithium-Eisen-Phosphat, das größere Akkupack Nickel-Mangan-Kobalt.

Die Reaktionen

Skoda stellt den Produktionsstart als strategischen Schritt dar, weil die Marke damit Kapazitäten in den eigenen Werken freihalten und gleichzeitig ein günstigeres Elektroangebot aufbauen will. Der Epiq soll nicht als Nischenmodell wirken, sondern als alltagstauglicher Einstieg in die Elektromobilität.

Der Produktionsstart des neuen Skoda Epiq ist ein historischer Moment. Mit der Dynamik der Markengruppe Core im Rücken machen wir vollelektrisches Fahren zugänglicher denn je

Klaus Zellmer, Skoda-CEO

Auch die Produktionsseite betont den Nutzen des Konzernnetzwerks. Entscheidend ist dabei nicht nur, wo gebaut wird, sondern wie flexibel die Werke auf Nachfrage reagieren können.

Dieser Schritt unterstreicht die Stärke und Anpassungsfähigkeit unseres Produktionsnetzwerks. Durch die effiziente Auslastung der Kapazitäten innerhalb des Volkswagen Konzerns können wir den Produktionshochlauf wichtiger Elektromodelle unterstützen und gleichzeitig eine hohe Produktionsqualität und wettbewerbsfähige Kosten gewährleisten – wovon unsere Kunden direkt profitieren

Andreas Dick, Skoda Auto Vorstandsmitglied für Produktion und Logistik

Was das für Sie bedeutet

Für Käuferinnen und Käufer in Deutschland ist der Epiq vor allem deshalb relevant, weil er das Preisgefüge bei neuen Elektroautos verschieben kann. Ein kleines SUV mit bis zu 440 Kilometern WLTP-Reichweite und einem Preis um 26.000 Euro zielt auf Menschen, die bisher zwischen Verbrenner, Gebrauchtwagen und teureren Elektro-SUVs abwägen mussten.

Innenraum und Alltagstauglichkeit des Skoda Epiq
Der Epiq soll trotz kompakter Maße einen alltagstauglichen Innenraum bieten.

Die Leasingangebote zeigen bereits, wie aggressiv der Markt um frühe Epiq-Kunden wirbt. Genannt werden Raten von 99 Euro bei 36 Monaten Laufzeit und 10.000 Kilometern pro Jahr, allerdings unter Einrechnung einer 6.000-Euro-Prämie als Anzahlung. Andere Angebote nennen 199 Euro monatlich bei 3.000 Euro Sonderzahlung. Wer in Deutschland kalkuliert, muss deshalb nicht nur auf die Rate schauen, sondern auf Anzahlung, Überführungskosten, Laufleistung und tatsächliche Fördervoraussetzungen.

Der größere Effekt liegt in der Modellpolitik: Wenn Skoda, VW und Cupra ihre kleinen Elektroautos in großen Stückzahlen aus Spanien liefern können, wächst der Druck auf andere Hersteller, bezahlbare E-Autos nicht nur anzukündigen, sondern wirklich verfügbar zu machen. Gerade im deutschen Markt, in dem Preis und Reichweitenangst weiterhin Kaufentscheidungen prägen, ist das mehr als eine reine Modellneuheit.

Wie es weitergeht

Der Marktstart des Epiq ist für Herbst 2026 beziehungsweise September 2026 in den Angeboten genannt. Parallel soll der VW ID. Cross ebenfalls in Navarra folgen. Dann wären alle vier Modelle der elektrischen Kleinwagenfamilie des Volkswagen-Konzerns in Spanien verankert.

Skoda verbindet den Epiq außerdem mit der Ausweitung des eigenen Elektro-Portfolios. Neben Enyaq und Elroq soll der neue Einstiegsstromer zusammen mit dem angekündigten Peaq dazu beitragen, das elektrische Angebot der Marke 2026 deutlich auszubauen.

Auf einen Blick

  • Die Serienproduktion des Skoda Epiq ist im Volkswagen-Werk Navarra bei Pamplona gestartet.
  • Der Epiq ist das erste Skoda-Modell aus spanischer Fertigung.
  • Das Modell gehört zur Electric Urban Car Family mit Cupra Raval, VW ID. Polo und VW ID. Cross.
  • Genannt werden bis zu 440 Kilometer WLTP-Reichweite und Leistungen bis 155 kW.
  • Der Einstiegspreis liegt bei etwa 25.900 bis rund 26.000 Euro.
  • Leasingangebote starten je nach Kalkulation bei 99 Euro oder 199 Euro im Monat.

Häufige Fragen

Wann startet die Produktion des Skoda Epiq?

Die Serienproduktion des Skoda Epiq ist im Volkswagen-Werk Navarra bei Pamplona angelaufen. Der Produktionsstart folgt kurz nach dem Anlauf von VW ID. Polo und Cupra Raval in Martorell.

Wo wird der Skoda Epiq gebaut?

Der Epiq wird in Spanien im Volkswagen-Werk Navarra produziert. Für Skoda ist es das erste Modell der Marke, das in Spanien gebaut wird.

Wie viel Reichweite hat der Skoda Epiq?

Je nach Version werden für den Epiq 315 bis 440 Kilometer nach WLTP genannt. Die kleinere Batterie hat 38,5 kWh Bruttokapazität, das größere Akkupack 55 kWh.

Was kostet der Skoda Epiq?

Der Einstiegspreis wird mit 25.900 Euro beziehungsweise rund 26.000 Euro angegeben. Einzelne Leasingangebote nennen monatliche Raten ab 99 Euro, setzen aber eine eingerechnete Prämie und weitere Kosten voraus.

Welche Modelle gehören zur Electric Urban Car Family?

Zur Familie gehören Skoda Epiq, Cupra Raval, VW ID. Polo und VW ID. Cross. Die Modelle werden innerhalb des Volkswagen-Konzerns markenübergreifend entwickelt und in Spanien produziert.

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Written by

Jody Nageeb

Senior Editor

Expert in business, sports, and transportation trends.

This article was produced with AI-assisted editorial tools and reviewed under Trend Digest's editorial standards before publication.

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