Pelletspreise steigen im Juli um 40 Euro — Nachfrage zieht an

Die Preise für Holzpellets steigen mitten im Sommer spürbar. Hohe Nachfrage führt zu Verteuerungen, obwohl der Brennstoff günstiger als Öl und Gas bleibt.

Pelletspreise Juli 2026: Holzpellets werden deutlich teurer
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Holzpellets werden teurer — Nachfrageboom sorgt im Juli für Preissprung

Der Sommer liegt über Deutschland, doch viele Haushalte bestellen mitten im Juli überraschend große Mengen Holzpellets für den Winter. Nach einer längeren Phase mit sinkenden Notierungen zieht der Markt seit Juli 2026 wieder spürbar an. Händler registrieren bereits eine extrem hohe Nachfrage, die den Preis pro Tonne schrittweise nach oben treibt.

Holzpellets im Lager
Ein volles Lager schützt vor winterlichen Preisspitzen — agrarheute.com

Warum suchen so viele Menschen nach Pelletspreisen?

Normalerweise nutzen Verbraucher das typische Sommer-Tief im Mai und Juni, um ihre Bestände günstig aufzufüllen. In den ersten drei Wochen des Monats Juli stieg der Preis für Holzpellets jedoch schlagartig um rund 40 Euro beziehungsweise 12 Prozent an. Dieses unübliche Signal erzeugt Unsicherheit bei Heizungsbetreibern. Viele befürchten, dass das Sommerloch bereits vorüber ist und die Kosten bis zum Herbst kontinuierlich weiter steigen.

Was derzeit gesichert ist

Die Preisentwicklung der letzten Tage bestätigt den klaren Aufwärtstrend bei loser Ware (bei einer Bestellmenge von sechs Tonnen):

  • Am 17. Juli lag der Preis pro Tonne laut Heizpellets24 noch bei 381,91 Euro.
  • Am 21. Juli stieg die Notierung auf 385,50 Euro.
  • Bis zum 23. Juli kletterte der Wert auf 392,29 Euro je Tonne.

Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) ermittelte für den Monatsdurchschnitt im Juli einen Wert von 388,09 Euro pro Tonne, was etwa 7,76 Cent pro Kilowattstunde Wärme entspricht. Die Nachfrage war dabei außergewöhnlich hoch: Allein in den ersten zehn Tagen des Julis verkauften Portale wie Heizpellets24 doppelt so viele Pellets wie im gesamten Mai 2026.

Lieferung von Holzpellets
Spezielle Holzpresslinge werden per Tankwagen direkt an die Haushalte geliefert — Berliner Morgenpost

Auch regionale Preisunterschiede bleiben bestehen. Der Süden Deutschlands verzeichnet aktuell die höchsten Kosten:

  • Süddeutschland: 389,88 Euro pro Tonne
  • Mitteldeutschland: 385,70 Euro pro Tonne
  • Nord- und Ostdeutschland: 382,04 Euro pro Tonne

Was bislang unklar ist

Obwohl der Preisanstieg voll im Gange ist, bleibt ungewiss, wie stark die Notierungen im August und September zulegen werden. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich die Bevorratungswelle durch die Sorge der Käufer selbst verstärkt. Dennoch ist unklar, ob das Allzeithoch vom Februar 2026 (über 400 Euro pro Tonne) im späten Sommer erneut erreicht wird.

Grafik Brennstoffkostenvergleich
Im Vergleich zu Öl und Gas bleiben Pellets weiterhin wettbewerbsfähig — Gabot.de

Die Gesamtsituation im Vergleich

Im Vergleich zum Vorjahr zahlen Verbraucher zwar spürbar mehr — im Juli 2025 lag der Tonnenpreis noch knapp 100 Euro niedriger. Allerdings bieten Holzpellets nach wie vor einen spürbaren Kostenvorteil gegenüber fossilen Energieträgern. Das DEPI beziffert den Preisvorteil gegenüber Erdgas auf rund 31 Prozent und gegenüber Heizöl sogar auf etwa 40 Prozent. Die heimische Produktion schützt zudem weitgehend vor internationalen Lieferengpässen.

Die gegenüber der Heizsaison niedrigeren Preise im Sommer sind für den Verbraucher ein deutlicher Anreiz zum Pelletkauf, bevor es wieder Herbst wird.

Martin Bentele, Geschäftsführer des DEPI

Aktueller Stand und Empfehlungen

Verbraucher mit fast leeren Pelletsilos sollten nicht mehr allzu lange abwarten. Zwar liegen die Preise über dem Niveau der letzten Monate, doch Experten erwarten kaum noch sinkende Tarife vor dem kommenden Winter. Ein genauer regionaler Preisvergleich bleibt jedoch unumgänglich, um das günstigste Angebot vor Ort zu sichern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum steigen die Pelletspreise im Sommer so stark an?

Grund dafür ist ein plötzlicher Nachfrageschub. Viele Verbraucher befürchten weitere Preissteigerungen im Herbst und bestellen zeitgleich, was die Händlerkapazitäten belastet und die Preise treibt.

In welcher Region Deutschlands sind Pellets am günstigsten?

Aktuell zahlen Verbraucher in Nord- und Ostdeutschland mit durchschnittlich 382,04 Euro pro Tonne am wenigsten. Im Süden liegt der Schnitt dagegen bei 389,88 Euro.

Sind Pellets weiterhin günstiger als Gas und Öl?

Ja, laut aktuellem Vergleich des Deutschen Pelletinstituts besitzen Holzpellets im Juli einen Preisvorteil von etwa 31 Prozent gegenüber Erdgas und rund 40 Prozent gegenüber Heizöl.

Sollte man mit der Bestellung bis zum Herbst warten?

Branchenexperten raten davon ab. Wer seinen Speicher jetzt auffüllt, vermeidet erfahrungsgemäß die höheren Preise und längeren Lieferzeiten der Hauptheizsaison.

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Verfasst von

Jody Nageeb

Leitender Redakteur

Experte für Trends in den Bereichen Wirtschaft, Sport und Transport.

Dieser Artikel wurde mit KI-gestützten Redaktionstools erstellt und vor der Veröffentlichung nach den redaktionellen Standards von Trend Digest geprüft.

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