Für Schlagerfans in Deutschland war der Samstagabend mehr als nur eine weitere Musikshow: Die Juni-Ausgabe von „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ bündelte bekannte Namen, seltenere Fernsehauftritte und eine regionale Blaskapelle mit besonderer Vorgeschichte. Am 13. Juni 2026 lief die Sendung von 20.15 bis 22.15 Uhr im SWR und MDR. Neben Stefan Mross, Monika Martin, Liane und Randolph Rose stand auch die Degerschlachter Blasmusik erneut in Borgs Weinstube.

Die Vorgeschichte
Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2018 begrüßt Andy Borg regelmäßig Gäste aus der Schlagerwelt in seiner Sendung. Die Show lebt dabei nicht nur von bekannten Schlagern, sondern auch von neuen Stücken, die Künstlerinnen und Künstler in der Sendung vorstellen. Nach einer Sondersendung im Mai 2026 kehrte das Format im Juni mit einer regulären Ausgabe zurück.
Für die Degerschlachter Blasmusik hatte der Abend einen eigenen Reiz. Der Musikverein war bereits 2024 und 2025 in der Sendung zu sehen und wurde nun zum dritten Mal eingeladen. Der Grund war ungewöhnlich: Eine andere Blaskapelle musste kurzfristig absagen, gesucht wurde eine Ersatzkapelle, die mit den Abläufen im Studio vertraut war.
So lief der Abend
Die Anfrage an die Degerschlachter Musiker kam Mitte März. Laut dem zweiten Vorsitzenden Volker Mehnert stand nach einer schnellen Umfrage im Verein rasch fest, dass die Gruppe einspringen würde. Am 30. März ging es zur Aufzeichnung ins SWR-Studio nach Baden-Baden.
Die Juni-Folge brachte eine Gästeliste zusammen, die bewusst mehrere Generationen des Schlagers abdeckte: Stefan Mross, Monika Martin, Die Fetzig’n aus dem Zillertal, Bonny Tones, Liane, Randolph Rose, Karène Neuville, Ladyva und die Degerschlachter Blasmusik. Die Juni-Ausgabe von „Schlager-Spaß“ wurde im linearen Fernsehen beim SWR und MDR gezeigt, außerdem war sie über die ARD-Mediathek im Livestrom erreichbar.

Für die Degerschlachter fühlte sich der erneute Studiobesuch weniger fremd an als bei den ersten Auftritten. Funkhaus, Kantine, Kameraleute und Studiobetrieb waren inzwischen vertraut. Borg begrüßte die Musiker herzlich und bezeichnete sie laut GEA bereits als „Stammkapelle“ der Sendung.
Ein auffälliger Moment kam gleich zu Beginn: Nach Angaben der Abendzeitung München eröffnete Stefan Mross die Ausgabe zunächst selbst mit dem Begrüßungslied, bevor Andy Borg auf die Bühne kam und den Auftakt übernahm. Später stand Mross erneut im Mittelpunkt, auch gemeinsam mit seiner Partnerin Eva Luginger.
Was die Beteiligten sagen
Volker Mehnert beschrieb die erneute Einladung als Überraschung. Nach den beiden vorherigen Auftritten habe der Verein nicht mit einer weiteren Anfrage gerechnet. Dass die Kapelle dann kurzfristig einsprang, zeigt auch, wie eingespielt die Gruppe im Umgang mit dem Fernsehformat inzwischen ist.
Alle waren bereit und hatten Lust, einzuspringen.
Auch Andy Borg setzte vor der Ausstrahlung einen privaten Akzent. Im Gespräch mit Merkur.de sprach er über seine Ehefrau Birgit, mit der er 1999 geheiratet hat und am 30. Juli erneut Hochzeitstag feiert. Seine Bemerkung passte zum Ton der Sendung, die neben Musik auch stark auf Nähe, Gespräche und Wiedererkennung setzt.
Am liebsten flirte ich ja noch immer mit meiner Birgit. Am 30. Juli haben wir wieder Hochzeitstag, das ist auch im 27. Jahr unser höchster Feiertag
Zwischen Borg und Stefan Mross entstand zudem ein Gespräch über „Immer wieder sonntags“. Mross formulierte dabei den besonderen Reiz ihrer Fernsehauftritte sehr direkt.
Weißt du, was das Schönste ist? Dass wir zwei die einzigen sind, die im deutschen Fernsehen so reden können, wie uns der Schnabel gewachsen ist.
Der größere Zusammenhang
Die Ausgabe zeigt, wie stark klassische Samstagabendunterhaltung im Schlagerbereich noch über vertraute Gesichter und wiederkehrende Rituale funktioniert. Borgs Weinstube setzt auf ein Gemeinschaftsgefühl, bei dem alle Künstler von Beginn an im Studio sitzen und die Auftritte der anderen sichtbar mittragen. Dieses Prinzip wurde seit der Corona-Pandemie beibehalten und unterscheidet die Sendung von stärker segmentierten Musikformaten.

Für regionale Musikvereine wie die Degerschlachter Blasmusik ist ein solcher Auftritt mehr als ein kurzer Fernsehtermin. Eine Kapelle aus einem Ortsteil erhält dadurch bundesweite Sichtbarkeit in einem Umfeld, das sonst vor allem von bekannten Solisten und Fernsehgesichtern geprägt ist. Gerade diese Mischung aus Stars und Vereinsmusik erklärt, warum die Sendung für viele Zuschauerinnen und Zuschauer vertraut wirkt.
Randolph Rose brachte zusätzlich einen nostalgischen Bezug in die Ausgabe. Laut Schlagerpuls gehört er zu den bekannten Schlagersängern der frühen 1970er Jahre; genannt werden dort unter anderem „Silvermoon Baby“, „Nur ein Flirt“ und „Sylvias Mutter“. Sein Auftritt verband damit die aktuelle Sendung mit einer älteren Schlagergeneration.
Wie es weitergeht
Weitere reguläre Sendetermine sind nach den vorliegenden Angaben noch nicht genau bekannt gegeben worden. Fest steht aber, dass am 25. Juli 2026 der „Sommer-Spaß mit Andy Borg“ in Rust aufgezeichnet wird.
Für Zuschauer, die die Juni-Ausgabe verpasst haben, wurde eine Wiederholung in der ARD-Mediathek in Aussicht gestellt. Wie lange die Folge dort abrufbar bleibt, wurde in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Häufige Fragen
Wann lief die neue Folge von „Schlager-Spaß mit Andy Borg“?
Die Juni-Ausgabe lief am Samstag, 13. Juni 2026, von 20.15 bis 22.15 Uhr im SWR und MDR.
Welche Gäste waren bei Andy Borg dabei?
Angekündigt waren Stefan Mross, Monika Martin, Die Fetzig’n aus dem Zillertal, Bonny Tones, Liane, Randolph Rose, Karène Neuville, Ladyva und die Degerschlachter Blasmusik.
Warum trat die Degerschlachter Blasmusik erneut auf?
Eine andere Blaskapelle musste kurzfristig absagen. Weil die Degerschlachter Blasmusik bereits 2024 und 2025 in der Sendung war und die Abläufe kannte, wurde sie als Ersatz angefragt.
Wo konnte man die Sendung sehen?
Die Sendung lief im linearen Fernsehen beim SWR und MDR. Zusätzlich war sie über die ARD-Mediathek im Livestrom abrufbar.
Wann kommt die nächste Sonderausgabe?
Am 25. Juli 2026 wird der „Sommer-Spaß mit Andy Borg“ in Rust aufgezeichnet. Ein Ausstrahlungstermin wurde in den vorliegenden Angaben nicht genannt.