Last updated: 6. August 2026, 21:36 Uhr
Großbrand zwischen Hörmannsberg und Ried: Schweinestall steht in Vollbrand
Ein verheerender Großbrand hat am Donnerstagabend einen landwirtschaftlichen Betrieb zwischen Hörmannsberg und Ried im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg getroffen. Die Rettungskräfte wurden um 19.38 Uhr alarmiert, als ein Schweinestall aus noch ungeklärter Ursache in Flammen aufging. Für die im Gebäude untergebrachten Tiere gibt es nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort keine Hoffnung mehr.

Rauchwolke über Ried sorgt für Großalarm
Die erste Bedrohung für die umliegenden Ortschaften war eine massiv aufsteigende Rauchsäule, die weit über das Gemeindegebiet hinaus zu sehen war. Die Polizei Schwaben Nord rief umgehend Warnungen über digitale Kanäle und die Notfall-App NINA heraus. Einsatzkräfte baten die Bevölkerung dringend darum, den betroffenen Bereich zwischen Hörmannsberg und Ried weiträumig zu umfahren.
Für die Anwohner wurden klare Verhaltensregeln ausgegeben:
- Fenster und Türen im gesamten Umkreis geschlossen halten
- Lüftungs- und Klimaanlagen sofort abschalten
- Den Einsatzkräften die Anfahrtswege freihalten
Was über den Brandbestandsverlauf gesichert ist
Als die ersten Einheiten der Feuerwehr an der Einsatzstelle eintrafen, stand der Schweinestall bereits in Vollbrand. Die Flammen griffen innerhalb kurzer Zeit auf eine angrenzende Lagerhalle über, in der Getreide und Soja gelagert wurden. Beide Gebäude sind nach ersten Einschätzungen der Rettungskräfte nicht mehr zu retten.

Insgesamt sind rund 200 Einsatzkräfte von 16 Feuerwehren sowie je 20 Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes vor Ort eingebunden. Menschen wurden nach bisherigen Informationen nicht verletzt. Wegen der extremen Hitze und Einsturzgefahr entschieden die Verantwortlichen, den Stall kontrolliert abbrennen zu lassen und die Kräfte auf den Schutz umliegender Objekte zu konzentrieren.
Diese zwei Objekte können wir derzeit noch halten.
Die Feuerwehr kämpft intensiv darum, einen Heizöltank mit etwa 20.000 Litern Fassungsvermögen sowie ein rund 30 Meter hohes Getreidesilo vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. Zudem verhindert die Feuerwehr ein Ausbreiten des Feuers auf angrenzende Mais- und Getreidefelder. Das Löschwasser steht trotz der sommerlichen Trockenheit in ausreichender Menge zur Verfügung.
Unklarheiten bei Tierzahl und Brandursache
Hinsichtlich der exakten Zahl der betroffenen Tiere gibt es derzeit unterschiedliche Angaben der Behörden. Während die Polizei Schwaben Nord in ihren Meldungen von 1.600 Schweinen im Stall spricht, ging Kreisbrandmeister Christian Happach vor Ort von etwa 1.200 Tieren aus. Unabhängig von der genauen Zahl schätzen die Einsatzkräfte, dass keines der Tiere den Brand überlebt hat.

Die Ursache für den Ausbruch des Feuers ist bislang völlig unklar. Da die Gebäude derzeit nicht betreten werden können, haben Sachverständige noch keine Untersuchungen aufnehmen können. Auch zur genauen Höhe des entstandenen Sachschadens liegen noch keine gesicherten Informationen vor.
Hintergrund zum Großbrand im Landkreis Aichach-Friedberg
Großbrände in landwirtschaftlichen Nutzbauten stellen Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Neben der extremen Brandlast durch Stroh, Futterlager und Holzkonstruktionen ist die Absicherung von Treibstofftanks und Silos vorrangig. Im Landkreis Aichach-Friedberg stehen die Wehren zudem vor der Aufgabe, ein Übergreifen auf trockene Felder in der unmittelbaren Umgebung zu unterbinden.
Aktueller Status der Lösch- und Ermittlungsarbeiten
Die Löscharbeiten an den zerstörten Hallen werden sich nach Angaben der Rettungsdienste noch weit in die Nacht hineinziehen. Sobald die Brandstelle ausreichend abgekühlt ist und gefahrlos betreten werden kann, übernimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache. Die Warnmeldungen für die Anwohner bezüglich des Rauchs bleiben bestehen, bis die Nachlöscharbeiten abgeschlossen sind.
Häufige Fragen (FAQ)
Wo genau brennt es im Landkreis Aichach-Friedberg?
Der Großbrand ist auf einem landwirtschaftlichen Anwesen zwischen den Ortschaften Hörmannsberg und Ried ausgebrochen. Betroffen sind ein Schweinestall und eine Lagerhalle.
Besteht eine Gefahr durch die Rauchentwicklung für Anwohner?
Die Behörden haben über die NINA-App eine Warnung herausgegeben. Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten sowie Klimaanlagen ausschalten, bis der Rauch vollständig abgezogen ist.
Wie viele Tiere sind von dem Stallbrand betroffen?
Nach Angaben der Polizei befanden sich 1.600 Schweine im Stall, die Feuerwehr sprach von etwa 1.200 Tieren. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte haben die Tiere das Feuer nicht überlebt.
Wann ist die Brandursache geklärt?
Die Kriminalpolizei nimmt die Ermittlungen auf, sobald die Löscharbeiten beendet sind und der Brandort von den Einsatzkräften freigegeben werden kann.
Ressourcen
Quellen und Referenzen in diesem Artikel.

