10 Medaillen in Paris: Deutsche Wasserspringer dominieren EM-Nationenwertung

Das deutsche Wassersprung-Team schließt die Europameisterschaften in Paris mit zehn Medaillen ab und gewinnt die Nationenwertung. Moritz Wesemann überzeugt mit zwei Goldmedaillen.

Schwimm-EM 2026: DSV-Wasserspringer holen 10 Medaillen in Paris
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10 Medaillen in Paris: Deutsche Wasserspringer dominieren EM-Nationenwertung

Ein Jubelmeer im Centre Aquatique Olympique am Stade de France: Mit strahlenden Gesichtern und zehn Edelmetallen im Gepäck treten die deutschen Wasserspringer die Heimreise an. Trotz eines verhaltenen Auftakts steigerte sich die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) von Tag zu Tag und entschied am Ende die europäische Nationenwertung für sich.

Deutscher Wasserspringer beim Sprung vom Turm bei der EM in Paris
Starker Abschluss in Paris: Die deutschen Wasserspringer sicherten sich zehn Medaillen. — sportschau.de

Erfolgreicher Abschluss im Centre Aquatique Olympique

Die europäische Elite des Wasserspringens ermittelte in Paris ihre Meister, und die deutsche Mannschaft drückte den Wettbewerben eindrucksvoll ihren Stempel auf. Mit insgesamt drei Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen beendete das DSV-Team die Meisterschaften auf dem ersten Platz der Nationenwertung. Bundestrainer Christoph Bohm zog eine durchweg positive Bilanz aus den Wettkampftagen: „Es ging sicher nicht alles auf, aber wir hatten hochklassige Wettkämpfe, wir haben zehn Medaillen gewonnen mit teilweise Spitzenleistungen, wenn man auch Richtung Weltspitze geht.“

Besonders die Dichte an Top-Platzierungen unterstrich die Formstärke der Athletinnen und Athleten. Während etablierte Nationen wie Großbritannien, Italien und auch Russland mit starken Aufgeboten angetreten waren, behaupteten sich die deutschen Springerinnen und Springer in nahezu allen Disziplinen an der Spitze.

Der Weg zum Medaillenregen in Paris

Der Start verlief zunächst nicht nach Plan: Ein siebter Platz im Mixed-Team-Event bedeutete einen holprigen Aufstand. Doch die Mannschaft zeigte Moral und schlug umgehend zurück. Über die 1-Meter- und 3-Meter-Bretter sowie vom Turm folgten Erfolge in Serie.

Lena Hentschel und Jette Müller jubeln über Bronze
Sicherten sich Bronze vom 3-Meter-Brett: Lena Hentschel und Jette Müller. — MDR.de

Den goldenen Grundstein legte Moritz Wesemann aus Halle/Saale. Der 24-Jährige siegte sowohl vom 1-Meter-Brett als auch in der Königsdisziplin vom 3-Meter-Brett. Mit herausragenden 506,80 Punkten im Einzelfinale durchbrach er eine magische Marke. Bundestrainer Bohm bescheinigte ihm danach eine außergewöhnliche mentale Stärke. Ebenfalls vergoldet wurde die Vorstellung von Lou Massenberg und Jonathan Schauer im 3-Meter-Synchronspringen sowie das Mixed-Turmduo Pauline Pfeif und Ole Rösler, die zu Silber sprangen.

Sensationeller Schlusstag auf dem Podium

Der finale Wettkampftag brachte noch einmal drei Medaillen für das DSV-Aufgebot. Den Anfang machten Lena Hentschel und die gebürtige Rostockerin Jette Müller im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett. In einem dramatischen Finale, in dem Favoritinnen aus Großbritannien nach Fehler-Sprüngen vorzeitig aufgaben, behielten die Deutschen die Nerven. Mit 274,59 Punkten holten sie hinter Italien und der Ukraine die Bronzemedaille.

Bundestrainer Christoph Bohm am Beckenrand
Zog ein hochzufriedenes Fazit: DSV-Bundestrainer Christoph Bohm. — Freenet

Wenig später sorgten die Herren vom Turm für ein doppelter Erfolgserlebnis. Der 21-jährige Jaden Eikermann sicherte sich mit 513,05 Punkten die Silbermedaille hinter dem siegreichen Russen Ruslan Ternowoi (524,20 Punkte). Der erst 18-jährige Ole Rösler kämpfte sich nach einem Patzer im zweiten Durchgang zurück und belohnte sich mit 480,75 Punkten mit Bronze.

Was der Erfolg für Olympia 2028 bedeutet

Die Resultate von Paris liefern eine wichtige Standortbestimmung auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. Dass mit Wesemann und Eikermann gleich zwei deutsche Springer die Marke von 500 Punkten übertrafen, zeigt die gestiegene Konkurrenzfähigkeit zur internationalen Spitze.

Für Moritz Wesemann persönlich geht die Reise nach den Titelkämpfen ungewöhnlich weiter. Nach einer anstehenden Weisheitszahn-Operation plant der Hallenser Trainingsaufenthalte im kanadischen Montreal bei einem Nachwuchscoach, um gezielt an seiner Beweglichkeit und Technik zu feilen. „Ich muss Wege finden, die für mich funktionieren. Da hilft es, verschiedene Meinungen zu hören“, begründete der Doppeleuropameister seinen individuellen Weg. Trotz der Erfolge mahnte Bundestrainer Bohm mit Blick auf die weltweite Konkurrenz aus China und den USA zur Bodenständigkeit: „Wir müssen weiterarbeiten, wir müssen fleißig sein und demütig bleiben.“

Offene Fragen vor den nächsten Großevents

Obwohl das Abschneiden in Frankreich historisch stark ausfiel, bleiben für den Verband richtungsweisende Fragen offen:

  • Konstanz unter Höchstdruck: Können die gezeigten Leistungen mit Punktzahlen über der 500er-Marke auch bei Weltmeisterschaften gegen die dominierende Konkurrenz aus Asien und Nordamerika abgerufen werden?
  • Trainingssteuerung über Kontinente: Wie erfolgreich lässt sich das flexible Trainingsmodell von Doppel-Champion Wesemann zwischen Deutschland und Kanada langfristig in die Verbandsstrukturen integrieren?

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele Medaillen hat Deutschland bei der Schwimm-EM im Wasserspringen gewonnen?

Das deutsche Team gewann insgesamt zehn Medaillen: dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze. Damit belegte der DSV den ersten Platz in der Nationenwertung.

Wer war der erfolgreichste deutsche Wasserspringer in Paris?

Moritz Wesemann aus Halle/Saale war der erfolgreichste Athlet. Er gewann zwei Goldmedaillen – jeweils im Einzel vom 1-Meter-Brett und vom 3-Meter-Brett.

Wer holte am letzten Wettkampftag Medaillen für das DSV-Team?

Am Schlusstag sicherten sich Jaden Eikermann (Silber vom Turm), Ole Rösler (Bronze vom Turm) sowie das Duo Lena Hentschel und Jette Müller (Bronze im 3-Meter-Synchronspringen) weitere Podestplätze.

Wer trainiert das deutsche Wassersprung-Nationalteam?

Der Bundestrainer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) für das Wasserspringen ist Christoph Bohm.

Wo fanden die Wassersprung-Wettbewerbe der Europameisterschaft statt?

Die Wettkämpfe wurden im Centre Aquatique Olympique am Stade de France in Paris ausgetragen.

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Verfasst von

Jody Nageeb

Leitender Redakteur

Experte für Trends in den Bereichen Wirtschaft, Sport und Transport.

Dieser Artikel wurde mit KI-gestützten Redaktionstools erstellt und vor der Veröffentlichung nach den redaktionellen Standards von Trend Digest geprüft.

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