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Messis historische Rekordtore reißen Kloses WM-Bestmarke ein

Mit einem Doppelpack gegen zähe Österreicher bricht Lionel Messi den historischen WM-Torrekord von Miroslav Klose und schießt Argentinien vorzeitig in die K.o.-Runde.

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Superstar Lionel Messi hat Argentinien mit zwei Toren zu einem 2:0-Sieg gegen Österreich geschossen und ist nun mit insgesamt 18 Treffern der alleinige Rekordtorschütze in der Geschichte von Fußball-Weltmeisterschaften. Durch den Erfolg in Dallas am Montagabend sicherte sich der amtierende Weltmeister vorzeitig den Einzug ins Sechzehntelfinale des Turniers. Während die Südamerikaner die Tabellenführung in der Gruppe J festigten, bleibt die leidenschaftlich kämpfende Auswahl von Teamchef Ralf Rangnick vorerst mit drei Punkten auf dem zweiten Rang.

Lionel Messi jubelt über seinen historischen Rekordtreffer gegen Österreich bei der WM 2026
Historischer Moment in Dallas: Lionel Messi feiert seine Rekordtore gegen die ÖFB-Auswahl. — sportschau.de

Ein historischer Abend mit frühem Drama

Die Partie im ausverkauften Dallas Stadium vor 70.649 Zuschauern begann sofort mit einer hochbrisanten Szene. Nach einem präzisen Steckpass lief Lautaro Martínez in den österreichischen Strafraum und wurde dort in der 3. Minute von Stefan Posch und Xaver Schlager unsanft mit einer Doppel-Grätsche gebremst. Der ägyptische Schiedsrichter Amin Mohamed Omar ließ das Spiel zunächst weiterlaufen, zeigte aber nach einer Intervention des Video-Assistenten (VAR) und dem Studium der Videobilder am Spielfeldrand auf den Elfmeterpunkt. Stefan Posch hatte den argentinischen Stürmer gefoult und nicht den Ball getroffen.

In der 9. Minute trat Lionel Messi zum Strafstoß an, um den historischen Rekord perfekt zu machen. Doch der Kapitän der Albiceleste setzte den Ball flach rechts am Pfosten vorbei – Österreichs Torhüter Alexander Schlager hatte die Ecke geahnt und wäre zur Stelle gewesen. Damit hat Messi nun drei seiner sieben WM-Elfmeter außerhalb von Elfmeterschießen vergeben. Das ÖFB-Team wachte nach diesem Weckruf auf und hielt dagegen, wobei ein gewonnener Zweikampf des jungen Paul Wanner gegen Messi auf den Rängen lautstarken Applaus erntete. Ein abgefälschter Rettungsversuch von David Alaba (19.) landete fast im eigenen Netz, doch Alexander Schlager parierte glänzend.

Lionel Messi jubelt mit Enzo Fernández nach dem Führungstreffer
Die Entscheidung in der ersten Hälfte: Messi trifft präzise zum 1:0. — sportschau.de

In der 38. Minute schlug der achtmalige Weltfußballer dann jedoch eiskalt zu. Thiago Almada leitete den Angriff ein und bediente Facundo Medina auf der linken Seite. Dessen Hereingabe ließ Almada clever durchlaufen, sodass Messi rund 13 Meter vor dem Tor lauerte. Der 38-Jährige nahm Maß und schob den Ball unhaltbar links unten ins kurze Eck. Es war sein 17. WM-Tor, mit dem er den bisherigen deutschen Rekordhalter Miroslav Klose überholte. Die Entstehung des Treffers sorgte jedoch für heftige Diskussionen, da Alexis Mac Allister den Österreicher Xaver Schlager zuvor in der Entstehung wohl gefoult hatte, was vom Schiedsrichterteam unberücksichtigt blieb.

Aufbäumen der ÖFB-Elf und Messis Schlusspunkt

Nach dem Seitenwechsel investierte das Team von Ralf Rangnick mehr in die Offensive. In der 55. Minute zwang Marcel Sabitzer, der sein 100. Länderspiel bestritt, den argentinischen Keeper Emiliano Martínez mit einem wuchtigen, aber etwas zu zentral platzierten Freistoß zu einer Flugeinlage. Es entwickelte sich ein hitziges und umkämpftes Duell. Konrad Laimer und Facundo Medina gerieten an der Außenlinie aneinander und sahen beide die Gelbe Karte. Rangnick versuchte mit einem Dreifach-Wechsel – unter anderem kam Marko Arnautović für Paul Wanner – neue Impulse zu setzen, doch der entscheidende Punch im Strafraum fehlte.

In der Schlussphase warfen die Österreicher alles nach vorne, ein Kopfball des eingewechselten Patrick Wimmer strich in der Nachspielzeit knapp am Tor vorbei. Praktisch im Gegenzug fiel die endgültige Entscheidung: Nach einem schnellen Konter scheiterten die Argentinier zunächst mehrfach, ehe Messi in der fünften Minute der Nachspielzeit (90.+5) zum 2:0-Endstand abstaubte. Damit hat Messi alle fünf bisherigen Turniertore der Albiceleste bei dieser Weltmeisterschaft erzielt und traf in sechs aufeinanderfolgenden WM-Spielen.

Die Hauptakteure

  • Lionel Messi: Der argentinische Kapitän avancierte trotz seines verschossenen Elfmeters mit zwei Toren zum Matchwinner und ist nun alleiniger WM-Rekordtorschütze (18 Tore).
  • Ralf Rangnick: Der österreichische Teamchef stellte seine Mannschaft defensiv mutig ein, musste jedoch die individuelle Klasse des Weltmeisters anerkennen.
  • David Alaba: Der Abwehrchef der Österreicher rettete mehrfach in höchster Not, unter anderem blockte er in der 32. Minute einen gefährlichen Schuss von Messi.
  • Amin Mohamed Omar: Der ägyptische Schiedsrichter leitete die Partie und stand wegen des strittigen Ballgewinns vor dem ersten Turniertor im Fokus der Experten.

Zahlen zum Spielverlauf

Die offiziellen Spieldaten unterstreichen die spielerischen Vorteile des amtierenden Weltmeisters, zeigen aber auch das engagierte Gegenhalten der Österreicher:

StatistikArgentinienÖsterreich
Tore20
Schüsse gesamt126
Schüsse aufs Tor51
Ballbesitz53,6 %46,4 %
Gespielte Pässe553468
Passquote89,15 %85,90 %

Stimmen zum Rekord und Expertenkritik

Unmittelbar nach dem Abpfiff gratulierte der bisherige Rekordinhaber Miroslav Klose dem neuen Spitzenreiter fair via Medienbotschaft. Dennoch hinterließ der historische Treffer in den deutschen Fernsehstudios einen faden Beigeschmack, da ein ungeahndetes Foulspiel aufgedeckt wurde.

Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!

— Miroslav Klose, Ehemaliger WM-Rekordtorschütze

Das ist für mich ein Foul. Das gibt es zwar zigmal im Spiel. In der heutigen Zeit kann man so was zurücknehmen. Aber die Österreicher müssen es auch danach besser machen.

— Jürgen Klopp, Fußballexperte bei MagentaTV

Blick auf die kommenden Aufgaben

Für Argentinien steht das Erreichen des Sechzehntelfinales bereits fest. Sollte Jordanien in seiner nächsten Partie gegen Algerien Punkte liegen lassen, ist der Albiceleste auch der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. Für Österreich bleibt die Situation trotz der Niederlage stabil: Die Rangnick-Elf hat das Weiterkommen am letzten Spieltag der Gruppenphase in der eigenen Hand. Am Sonntag treffen beide Teams zeitgleich um 4:00 Uhr MESZ auf ihre letzten Gruppengegner. Österreich spielt in Kansas gegen Algerien, während Argentinien zeitgleich in Dallas gegen Jordanien antritt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele WM-Tore hat Lionel Messi jetzt insgesamt erzielt?
Lionel Messi steht nach seinem Doppelpack gegen Österreich bei insgesamt 18 Toren bei Fußball-Weltmeisterschaften der Männer und ist damit alleiniger Rekordhalter.

Wer hielt den WM-Torrekord vor Lionel Messi?
Der deutsche Stürmer Miroslav Klose hielt den Rekord zuvor mit 16 Treffern, die er bei den Turnieren von 2002 bis 2014 erzielte. Messi hatte diesen Wert bereits im ersten Gruppenspiel eingestellt.

Warum sorgte das erste Tor von Messi für Diskussionen?
Die Experten von MagentaTV, darunter Jürgen Klopp und Thomas Müller, sahen vor dem Ballgewinn zum 1:0 ein klares Foulspiel von Alexis Mac Allister an Xaver Schlager, das vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde.

Wie stehen die Chancen für Österreich auf das Achtelfinale?
Österreich hat nach zwei Spielen drei Punkte auf dem Konto und belegt den zweiten Tabellenplatz. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Algerien kann sich das ÖFB-Team aus eigener Kraft für die K.o.-Runde qualifizieren.