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Slowenien gegen Deutschland: DFB-Frauen führen im letzten WM-Quali-Spiel

Deutschland führt im letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien mit 2:0. Das WM-Ticket ist schon sicher, doch für Christian Wück zählt der Kadercheck.

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In Ljubljana lag warme Juni-Luft über dem Stadion Stozice, als die deutschen Fußballerinnen zu ihrem letzten Qualifikationsabend aufliefen. Das WM-Ticket war schon gebucht, doch die Partie fühlte sich nicht wie ein Auslaufen an: Slowenien verteidigte eng, Deutschland musste Geduld zeigen. Bis zur 52. Minute führte die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück mit 2:0. Für die DFB-Frauen geht es in diesem Spiel weniger um die Tabelle als um Rhythmus, Rollen im Kader und das Gefühl vor der Sommerpause.

DFB-Frauen vor dem letzten Spiel der WM-Qualifikation in Ljubljana
Deutschland trat in Ljubljana bereits als qualifiziertes Team an, wollte die Gruppe aber sauber abschließen.

So nahm das Spiel seinen Lauf

Die Ausgangslage war klar: Deutschland hatte sich vier Tage zuvor durch ein 2:0 gegen Norwegen vorzeitig für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifiziert. Das letzte Gruppenspiel gegen Slowenien begann am 9. Juni 2026 um 18 Uhr im SRC Stozice in Ljubljana. Das Spiel wurde frei im ZDF übertragen, zusätzlich gab es den kostenlosen Livestream in der ZDF-Mediathek und auf sportstudio.de.

Auf dem Platz wurde es zunächst zäher, als die Tabellensituation vermuten ließ. Slowenien bekam nach einer halben Stunde mehr Ballbesitz und kam zu Chancen, unter anderem nach einem Fehlpass von Ena Mahmutovic. Deutschland wirkte in dieser Phase nicht durchgehend kontrolliert, Wück zeigte sich an der Seitenlinie sichtbar unzufrieden.

Die Führung fiel kurz vor der Pause. Klara Bühl brachte den Ball auf den ersten Pfosten, Linder verlängerte per Kopf, Prasniker lenkte den Ball beim Klärungsversuch ins eigene Tor. Direkt nach der Pause wechselte Deutschland dreimal: Cerci kam für Bühl, Kleinherne für Wamser und Mühlhaus für Senß.

In der 50. Minute erhöhte Deutschland. Gräwe fand Kössler rund 20 Meter vor dem Tor, deren Abschluss Sloweniens Torhüterin Mersnik nur nach vorne abwehrte. Martinez schaltete schnell und staubte zum 2:0 ab. Den weiteren Verlauf konnten Leser im Liveticker zum Spiel verfolgen.

Der tiefere Blick

Dass Wück diese Partie nicht als Nebensache behandelte, hat mit dem 0:0 in Österreich zu tun. Dort hatte Deutschland erlebt, wie unangenehm ein tiefstehender Gegner werden kann. Genau diese Aufgabe stellte sich in Ljubljana erneut: wenig Raum, viele Zweikämpfe, dazu die Gefahr von Kontern.

Deutschland sucht gegen einen tiefstehenden Gegner nach Lösungen
Gegen kompakte Gegner will der Bundestrainer sehen, wer unter engen Bedingungen Lösungen findet.

Der Bundestrainer nutzte das Spiel deshalb als Test für die Breite seines Kaders. Janina Minge kehrte nach abgesessener Sperre zurück und führte die Mannschaft in Vertretung der verletzten Giulia Gwinn als Kapitänin auf den Platz. Ann-Katrin Berger bekam nach starken Auftritten eine Pause, für Stina Johannes und Ena Mahmutovic ergab sich die Chance auf Einsatzzeit.

Für deutsche Fans ist das mehr als ein Pflichttermin. Die WM 2027 in Brasilien rückt in die Planung, und genau solche Spiele zeigen, welche Spielerinnen auch dann helfen können, wenn das Spielbild sperrig ist und die Favoritinnen keine offenen Räume bekommen.

Was gesagt wurde

Janina Minge machte vor dem Spiel deutlich, dass es nicht nur um das Ergebnis ging. Ihre Rückkehr in die Startelf gab dem Abend zusätzlich Gewicht, weil sie als Kapitänin Verantwortung übernahm.

Wir wollen mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen.

— Janina Minge, Nationalspielerin

Wück formulierte die Linie ähnlich streng. Er kündigte Rotation an, wollte aber keinen Spannungsabfall sehen. Gerade Spielerinnen aus der zweiten Reihe sollten zeigen, dass sie Spiele für Deutschland entscheiden können.

Es ist für uns als Mannschaft ein wichtiges Spiel, weil wir einfach den Weg weitergehen wollen.

— Christian Wück, Bundestrainer

Auch der Blick zurück auf den Norwegen-Sieg erklärt die Stimmung im Team. Lea Schüller sprach nach dem gelösten Ticket von großer Erleichterung, zugleich blieb der sportliche Auftrag bestehen: Die Qualifikation sollte nicht nur geschafft, sondern sauber beendet werden.

Was es einordnet

Der Wert dieses Abends liegt in der Mischung aus Ergebnisdruck und Zukunftstest. Deutschland war bereits qualifiziert, doch Wück konnte sehen, wie seine Mannschaft mit einem Gegner umgeht, der nicht viele Räume anbietet. Das ist für ein Turnier wichtig, weil Favoriten dort regelmäßig auf defensive Spielpläne treffen.

Die DFB-Frauen bereiten sich mit Blick auf Brasilien 2027 vor
Mit dem WM-Ticket beginnt für Deutschland die eigentliche Kaderarbeit Richtung Brasilien 2027.

Der vorherige Sieg gegen Norwegen war durch frühe Effizienz geprägt: Marie Müller traf bei ihrem Debüt, Carlotta Wamser legte nach. Gleichzeitig brauchte Deutschland starke Paraden von Ann-Katrin Berger. Diese Mischung aus Qualität und offenen Baustellen erklärt, warum Wück trotz Tabellenplatz eins weiter Druck macht.

Für Spielerinnen wie Minge, Martinez, Mahmutovic oder Mühlhaus sind solche Abende wertvoll. Einsatzzeit in einem Qualifikationsspiel ist ein Signal, aber noch keine Garantie für Brasilien. Der Konkurrenzkampf um WM-Plätze läuft bereits, auch wenn die Endrunde erst 2027 steigt.

Der nächste Schritt

Nach dem Spiel geht die Mannschaft in die Sommerpause. Für Wück beginnt die nächste Etappe: Planungen für Brasilien, Sichtungen, Vereinsbesuche und die Suche nach passenden Testspielgegnern. Laut den vorliegenden Informationen will er zeitnah nach Brasilien reisen, um sich vor Ort ein Bild für die WM-Planung zu machen.

Bestätigt ist außerdem: Deutschland hat das WM-Ticket sicher, Norwegen kann sich nur noch über die Playoffs qualifizieren. Das Slowenien-Spiel entscheidet also nicht mehr über Deutschlands Teilnahme, aber es beeinflusst, welche Eindrücke die Spielerinnen mit in den nächsten Abschnitt nehmen.

Häufige Fragen

Wie steht es bei Slowenien gegen Deutschland?

Bis zur 52. Minute führte Deutschland in Ljubljana mit 2:0. Das erste Tor fiel durch ein slowenisches Eigentor, das zweite erzielte Martinez nach einem Abpraller.

Ist Deutschland schon für die WM 2027 qualifiziert?

Ja. Die DFB-Frauen hatten das Ticket bereits vor dem letzten Gruppenspiel sicher, nachdem sie Norwegen mit 2:0 besiegt hatten.

Warum ist das Spiel gegen Slowenien trotzdem wichtig?

Christian Wück nutzt die Partie, um Spielerinnen aus der Breite des Kaders zu testen und Lösungen gegen einen tiefstehenden Gegner zu sehen. Genau solche Spielsituationen können bei einem großen Turnier entscheidend werden.

Wo wurde Slowenien gegen Deutschland übertragen?

Das Spiel lief im ZDF. Online war es zusätzlich kostenlos in der ZDF-Mediathek und auf sportstudio.de verfügbar.

Was passiert nach der WM-Qualifikation?

Die Spielerinnen starten in die Sommerpause. Der Bundestrainer arbeitet weiter an der Vorbereitung auf die WM 2027 in Brasilien, darunter Kaderplanung, Scouting und Testspielsuche.