Die USA stehen nach dem 2:0 gegen Australien bereits im Sechzehntelfinale der Heim-WM. In Seattle entschieden ein Eigentor von Cameron Burgess in der 11. Minute und ein Treffer von Alex Freeman kurz vor der Pause die Partie. Der Gastgeber kam damit auch ohne Christian Pulisic klar, der wegen Wadenproblemen ausfiel. Für den deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer endete der Abend mit einem kurzen Schreckmoment, als er in der Nachspielzeit wegen eines Krampfes behandelt werden musste.
Was bisher bekannt ist
Die US-Auswahl gewann ihr zweites Gruppenspiel in Serie und machte damit den nächsten großen Schritt im Turnier. Nach dem klaren 4:1 zum Auftakt gegen Paraguay legte das Team von Mauricio Pochettino gegen Australien nach und sicherte sich mit sechs Punkten den Platz in der nächsten Runde. Dass der Gastgeber nach zwei Spielen noch ohne Punktverlust dasteht, ist auch deshalb bemerkenswert, weil er im Turnier bisher nicht nur überzeugt, sondern seine Gegner früh unter Druck gesetzt hat.
Die erste Szene, die das Spiel kippte, war ein typisches Beispiel für diesen Druck. Folarin Balogun setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball scharf in den Strafraum, wo Burgess beim Klärungsversuch unglücklich ins eigene Netz traf. Später stand zunächst auch der zweite Treffer auf der Kippe, weil Freeman bei seinem Kopfball nach der Video-Überprüfung zunächst im Abseits gesehen wurde. Nach der Freigabe des Schiedsrichters zählte das Tor dann doch.

Für Australien war das Spiel ein anderes als der überraschende Sieg gegen die Türkei zum Auftakt. Damals hatte die Mannschaft noch kompakt verteidigt und auf schnelle Nadelstiche gesetzt. In Seattle kam sie nach dem frühen Rückstand seltener in diese Ordnung hinein und musste viel länger gegen den Ball arbeiten. Die wenigen besseren Momente blieben zu ungenau, um den Gastgeber ernsthaft zu gefährden.
Zwayer leitete die Partie insgesamt ruhig, obwohl er in der Schlussphase selbst noch zum Thema wurde. Der deutsche Unparteiische musste in der Nachspielzeit kurz behandelt werden, konnte die Begegnung aber zu Ende bringen. Für das Turnier bleibt die Partie vor allem als klare Demonstration der US-Mannschaft in Erinnerung: selbst ohne Pulisic wirkten Tempo, Abstimmung und Zugriff stabil genug, um das Spiel früh in die eigene Richtung zu lenken. Der Bericht der ZEIT fasst den Spielverlauf knapp zusammen: Die USA führten früh, kontrollierten den Rest und ließen kaum noch etwas anbrennen.
Was die Beteiligten sagen
US-Trainer Mauricio Pochettino lobte seine Mannschaft direkt nach dem Abpfiff für die Leistung gegen einen schwierigen Gegner.
„Das war ein tolles Spiel von uns“
„Gegen Australien ist es immer schwer zu spielen.“
Auch aus der TV-Perspektive wurde der Auftritt der Australier deutlich kritisiert. MagentaTV-Experte Jürgen Klopp sagte über die Partie: „Australien findet gar nicht statt.“ Das passt zum Bild der zweiten Halbzeit, in der die Australier zwar mutiger wurden, aber im letzten Drittel zu wenig Präzision hatten, um die USA wirklich in Bedrängnis zu bringen.
Was das für Fans in Deutschland bedeutet
Für deutsche Zuschauer ist an diesem Spiel vor allem die Rolle von Felix Zwayer interessant. Ein deutscher Schiedsrichter bei einem WM-Spiel des Gastgeberteams ist ohnehin ein Blickfang, und Zwayer hatte hier einen Abend mit wenig Diskussionen und einem kurzen medizinischen Zwischenfall am Schluss. Wer das Turnier in Deutschland verfolgt, bekommt damit auch eine seltene deutsche Nebenrolle in einem Spiel, das sportlich früh entschieden war.
Sportlich verschiebt das Ergebnis die Lage in Gruppe D. Die USA können das letzte Gruppenspiel ohne Druck angehen, Australien bleibt trotz der Niederlage im Rennen. Für alle, die das Turnier hierzulande verfolgen, heißt das: Die Entscheidung um Platz eins und die genaue Reihenfolge in der Gruppe bleibt offen und bekommt am nächsten Spieltag noch einmal Gewicht. Die USA haben sich mit diesem Auftritt eine gute Ausgangslage geschaffen, Australien muss dagegen im letzten Vorrundenspiel deutlich mehr liefern, um den Weg in die nächste Runde selbst offen zu halten.
Was als Nächstes ansteht
Am 26. Juni treffen die USA in Los Angeles auf die Türkei. Zeitgleich spielt Australien in San Francisco gegen Paraguay. Sollte die Türkei ihr Spiel gegen Paraguay nicht gewinnen, könnten die USA den Gruppensieg sogar schon vor dem letzten Vorrundenspiel fixieren.
Genau deshalb bekommt der nächste Spieltag mehr Gewicht, als es nach zwei klaren Ergebnissen zunächst aussieht. Die USA gehen mit Rückenwind in die letzte Partie, Australien steht unter deutlich höherem Druck, weil der Weg in die nächste Runde nun über eine Reaktion gegen Paraguay führen muss. Der Spielplan sorgt damit dafür, dass die Gruppe bis zum Schluss spannend bleibt.
Auf einen Blick
- Die USA besiegten Australien in Seattle mit 2:0.
- Cameron Burgess traf in der 11. Minute ins eigene Tor.
- Alex Freeman erhöhte noch vor der Pause.
- Die USA stehen mit sechs Punkten sicher im Sechzehntelfinale.
- Christian Pulisic fehlte wegen Wadenproblemen.
- Felix Zwayer musste in der Nachspielzeit kurz behandelt werden.
Häufige Fragen
Warum haben die USA gegen Australien gewonnen?
Weil sie früh Druck machten, von einem Eigentor profitierten und vor der Pause noch nachlegten. Australien kam offensiv zu selten in klare Abschlusssituationen.
Wer hat die Tore gemacht?
Das 1:0 entstand durch ein Eigentor von Cameron Burgess. Das 2:0 erzielte Alex Freeman.
Ist Australien nach dieser Niederlage ausgeschieden?
Nein. Australien bleibt im Rennen, muss im letzten Gruppenspiel gegen Paraguay aber deutlich mehr liefern.
Was ist mit Christian Pulisic passiert?
Er fiel wegen Wadenproblemen aus und stand gegen Australien nicht zur Verfügung.
Wann spielen die USA und Australien wieder?
Beide Teams sind am 26. Juni noch einmal im Einsatz. Die USA treffen auf die Türkei, Australien spielt gegen Paraguay.