Block-Prozess in Hamburg: Fortsetzung nach Pause mit langer Zeugenliste

Der Prozess gegen Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentziehung wird in Hamburg fortgesetzt. Im Fokus steht die Vernehmung des Jugendamtes zur Entführung der Kinder an Silvester 2023.

Last UpdateMar 2, 2026, 2:01:38 PM
ago
📢Advertisement
Sponsored byPayrilo

Block-Prozess in Hamburg: Fortsetzung nach Pause mit langer Zeugenliste

Der Strafprozess gegen die Gastronomie-Unternehmerin Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentziehung wird am 2. März 2026 am Landgericht Hamburg fortgesetzt. Im Zentrum des Verfahrens steht die gewaltsame Verbringung zweier ihrer Kinder von Dänemark nach Deutschland in der Silvesternacht 2023/24. Die Beweisaufnahme wird nun mit der Vernehmung weiterer Zeugen, darunter Vertreter des Jugendamtes, fortgeführt.

Block-Prozess in Hamburg: Fortsetzung nach Pause mit langer Zeugenliste

Zusammenfassung

  • Wiederaufnahme des Prozesses gegen Christina Block nach einer Verhandlungspause.
  • Vernehmung einer Mitarbeiterin des Jugendamtes als zentrale Zeugin.
  • Juristische Aufarbeitung der Kindesentziehung vom 31. Dezember 2023.
  • Langwierige Beweisaufnahme durch eine umfangreiche Liste anstehender Zeugenaussagen.

Was passiert ist

Am Landgericht Hamburg wurde am Montag der Prozess gegen die Block-House-Erbin Christina Block und weitere Angeklagte wieder aufgenommen. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in der Silvesternacht 2023/24 die zwei jüngsten Kinder von Block gewaltsam aus der Obhut ihres Vaters, Stephan Hensel, in Dänemark entführt zu haben. Die Kinder wurden damals von Unbekannten überwältigt und nach Deutschland gebracht, wo sie zunächst bei der Mutter blieben, bevor sie durch eine einstweilige Anordnung zurück nach Dänemark überstellt wurden. Der aktuelle 37. Prozesstag markiert das Ende einer mehrwöchigen Sitzungspause.

Wichtige Entwicklungen

In der aktuellen Sitzung trat eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamtes in den Zeugenstand, um über die familiäre Situation und behördliche Einschätzungen vor der Tat zu berichten. Zuvor hatte eine der betroffenen Töchter in einer Aussage den Schilderungen der Jugendamtsmitarbeiterin widersprochen. Der Vater der Kinder, Stephan Hensel, ist in diesem Verfahren als Nebenkläger beteiligt. Die Verteidigung von Christina Block, angeführt von Rechtsanwalt Ingo Bott, verfolgt das Ziel, die Umstände der Tat im Kontext des jahrelangen Sorgerechtsstreits darzustellen.

Warum das wichtig ist

Das Verfahren hat erhebliche Bedeutung für die Rechtsprechung im Bereich des internationalen Sorgerechts und der Eigenmacht bei Kindesentziehungen. Es befasst sich mit der Grenze zwischen elterlicher Sorge und strafbaren Handlungen unter Anwendung von Gewalt. Zudem steht eine prominente Unternehmerfamilie im Fokus der öffentlichen und juristischen Aufmerksamkeit.

Wie es weitergeht

Die Zeugenliste für das Verfahren ist weiterhin umfangreich, was auf zahlreiche weitere Verhandlungstermine hindeutet. Ein baldiges Urteil ist aufgrund der hohen Anzahl noch zu hörender Zeugen nicht abzusehen. Das Gericht muss in den kommenden Wochen klären, inwieweit die Angeklagten die Planung und Durchführung der Entführung koordiniert haben.

FAQ

Worum geht es im Block-Prozess genau?

Es geht um die mutmaßliche Entführung von zwei Kindern aus Dänemark nach Hamburg am 31. Dezember 2023. Christina Block und weiteren Helfern wird Entziehung Minderjähriger vorgeworfen.

Wer ist am Verfahren beteiligt?

Angeklagt ist die Unternehmerin Christina Block. Als Nebenkläger tritt ihr Ex-Mann Stephan Hensel auf, zudem sagen Mitarbeiter des Jugendamtes als Zeugen aus.

Wo findet die Verhandlung statt?

Der Prozess wird vor dem Landgericht Hamburg geführt. Am 2. März 2026 wurde die Verhandlung nach einer Pause fortgesetzt.

Was geschah mit den Kindern nach der Entführung?

Die Kinder wurden kurz nach der Tat durch eine gerichtliche Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamburg wieder in die Obhut des Vaters nach Dänemark zurückgegeben.

📢Advertisement

More in Law and Government

See all